Wie sieht die perfekte Trinkflasche für den Alltag eigentlich aus?

Das war die Ausgangsfrage für die Entwicklung. Hier unsere Gedanken-Story

Schrägschnitt

Natürlich rein dank Glas

Die „perfekte Trinkflasche“ muss die Flüssigkeit hoch rein lagern.

Das Material der Flasche selbst darf keine Wechselwirkung mit der Flüssigkeit eingehen. Kunststoffe, auch solche aus Tritan, kommen nicht in Frage, da sich aus ihnen Chemikalien herauslösen und in die Flüssigkeit übergehen. Weil auch Aluminiumflaschen innen mit Kunststoff beschichtet sind, fallen sie ebenso heraus. Flaschen aus Edelstahl gehen bei neutralem ph-Wert keine Wechselwirkungen mit der Flüssigkeit ein, bei Säuren, z.B. bei Fruchtsäften, wird es da schon fraglicher und hängt sehr von der Qualität des Edelstahls ab. Außerdem kann bei Edelstahlflaschen weder der Zustand der Flüssigkeit noch der Füllstand eingesehen werden.

Daher blieb nur ein Material: Glas. Glas ist chemisch inert und absolut rein. Es geht keinerlei Wechselwirkungen mit der Flüssigkeit ein. Das Getränk bleibt zu 100% so natürlich, wie es eingefüllt wurde. Außerdem lässt Glas eine unverfälschte Einsicht auf die Flüssigkeit und ihren Füllstand zu. Glas ist also das perfekte Material, doch es hat einen entscheidenden Nachteil: es ist zerbrechlich.

Denis 1. Test1

Sicher dank vollumschließender Schutzhülle

Millionen Schülern, Lehrern und Sportlern ist die Benutzung von Glasflaschen verboten. Mit gutem Grund. Nach einem Glasbruch können noch Jahre später kleinste Glassplitter Menschen verletzen.

Es muss also zu 100% zuverlässig verhindert werden, dass Glasscherben bei einem Glasbruch austreten können. Nur dann ist die Flasche auch für Schulen, Sporthallen, Fitnessstudios, Schwimmhallen etc. geeignet.

Deshalb braucht die perfekte Trinkflasche um den Glasbehälter herum eine vollständig umschließende Schutzhülle aus einem biegsamen und robusten Material.

Gleichzeitig soll die Flüssigkeit und ihr Füllstand eingesehen werden können. Es gibt nur ein einziges Material auf der Welt, dass dies leistet: transparenter Kunststoff

Glasflasche und Schutzhülle

1,5 Meter sturzfest dank Kork

Plötzlich stand eine Frage im Raum: Wäre es denn nicht auch möglich, einen Glasbruch überhaupt erst zu verhindern? Die erste Antwort lautet „Nein“. Jedes Glas ist hart und spröde und kann zerbrechen. Erst recht, wenn es auf unelastischen Untergrund wie Stein oder Beton fällt. Es gibt kein unzerbrechliches Glas, alles andere ist Augenwischerei und irreführende Werbung.

ABER: Wenn eine Glasflasche auf Wiese fällt, so bleibt sie ganz. Was wäre also, wenn wir die Wiese simulieren? Mit Kork um den Glasbehälter!

Durch den Kork bekommt der Glasbehälter eine Knautschzone, welche die Energie des Sturzes abfängt. Dadurch sind die Kräfte auf den Glasbehälter so klein, dass es bei üblichen Sturtzhöhen zwischen ein bis zwei Meter nicht zu einem Glasbruch kommt.

TwinBottle Schnitt 550 breit

Volle Einsicht auf Flüssigkeit und Füllstand

Wenn wir den Glasbehälter jetzt aber vollständig mit Kork einhüllen, dann können wir wieder nicht die Flüssigkeit sehen. „Geht das denn nicht auch anders? Ist es überhaupt notwendig, den Kork um den kompletten Glasbehälter zu legen?“ Nach ein paar Überlegungen fanden wir die Antwort: „Nein, es ist nicht notwendig!“

Im mittleren Bereich können wir den Kork auch aussparen. Hier bietet die Wand des Kunststoffbehälters genügend eigene Elastizität, sodass eine Krafteinwirkung abgefangen werden kann. Es reicht, wenn der Glasbehälter oben und unten so in Kork lagert, dass alle drei Raumdimensionen abgedeckt werden.

Eine Glasflasche mit 100% Schutz und voller Einsicht – das ist einzigartig!

TwinBottle einzeln 550 breit

Individuell

„Toll!  Schau mal – wenn wir den Kork in der Mitte aussparen, dann haben wir da ganz viel freien Zwischenraum zwischen dem Glasbehälter und der Kunststoffwand. Den kann man doch mit weichen Materialien ausfüllen und so hübsch gestalten.

Wie wäre es wenn wir z.B. dieses Ahornblatt dazwischen schieben, oder Gras, oder Blütenblätter, Fotos, Zettel, Selbstgemaltes…“  Und so entstand die Idee zur Individualisierung.

Ahorn für P2

Nachhaltig

„Die Idee mit der Individualisierung und dem Ahornblatt ist ja toll. Aber wie schieben wir das Deko-Material rein und raus? Ebenso sollte auch der Glasbehälter einfach rauszuholen sein! Wie wäre es wenn wir unten am Schutzbehälter ein Gewinde anbringen, sodass sich der Boden ganz einfach abschrauben lässt?“

Dadurch entstand die Idee, dass sich die perfekte Trinkflasche jederzeit in all ihre Bestandteile zerlegen lassen sollte. So braucht stets nur das Einzelteil, was verschlissen ist, nachgekauft und ausgewechselt werden. Das schont die Ressourcen unserer Umwelt und das eigene Portemonnaie. Damit wird sie eine Flasche fürs ganze Leben.

Komponenten 80 Prozent Qualität

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3 cm Glasmundstück

„Halt mal deinen Mund an die Öffnung hier… ok, es muss doch schon 3 cm hoch sein.“ Ohne Frage gehört zu einer Glasflasche auch ein Mundstück aus Glas. Deshalb überragt die Öffnung des Glasbehälters den Kunststoffbehälter um 3 cm, sodass die Lippen beim Trinken den Kunststoffbehälter nicht berühren.

„Mich stören immer die kleinen Öffnungen bei Glasflaschen. Lass uns die größer machen! Aber auch nicht zu groß, sonst läuft es beim Trinken an der Seite vorbei“. Und so bekam der Glasbehälter ein Mundstück mit 3 cm weiter Öffnung. Optimal zum Trinken und groß genug für eine Reinigung in der Spülmaschine.

Glasmundstück

100°C heiße Flüssigkeiten dank Borosilikatglas

„Ich würde so gerne auch mal einen heißen Tee mitnehmen. Immer dieses Warten bis der abgekühlt ist – das nervt. Es muss doch auch eine Glassorte geben, die problemlos kochend heißes Wasser aushält, wenn ich es eingieße.“

Und so kam es, dass wir uns mit Glassorten und ihren Unterschieden befassten.

Im Kern ist es eigentlich ganz einfach: Das normale Glas, was jeder kennt, ist Kalk-Natron-Glas, auch Flaschenglas genannt. Fast alles was wir benutzen ist aus diesem Glas hergestellt. Hier sollte man bei Raumtemperatur nur Flüssigkeiten bis maximal 60 Grad einfüllen, andernfalls kommt es zu Mikrorissen, im schlimmsten Fall auch gleich zu einen kompletten Zerspringen des Glases. Der Grund ist einfach: Das Glas dehnt sich zu sehr aus, wenn es erwärmt wird. Wenn es nun an einer Stelle plötzlich warm und deshalb länger wird, als es an der Nachbarstelle ist, entsteht ein Längenunterschied und es steht unter Spannung. Diese Spannung löst sich auf, indem es reißt. Ein solches Glas ist völlig ungeeignet für einen Glasbehälter, welcher so wenig wie möglich Vorbelastungen durch Mikrorisse haben darf, damit er auch bei einem Sturz noch stabil genug ist.

Otto Schott hat um 1887 das Borosilikatglas 3.3 erfunden, was bis heute noch als „Jena Glas“ bekannt ist. Dieses dehnt sich so wenig aus, dass es schnelle Temperaturwechsel ohne Spannungsrisse aushalten kann. Als Spezialglas wird es noch heute für sehr hochwertige Teegläser und Kannen, für Babyflaschen und für den Laborbedarf eingesetzt. Es ist deutlich teurer, aber dafür auch leistungsfähiger.

Bei einem Sturz „wandern“ durch das Glas des Glasbehälters teilweise große Kräfte. Sollte irgendwo in dem Glas ein Mikroriss vorliegen, kann sich die Kraft hier „entladen“ und vergrößert den Riss. Für eine Flasche, welche runterfallen darf, ist es also besonders wichtig, dass keine Mikrorisse im Glas vorliegen.

Damit diese nicht beim Eingießen von 100°C heißen Flüssigkeiten entstehen, muss der Glasbehälter aus einem Glas sein, was schnelle Temperaturwechsel aushält: Borosilikatglas 3.3. Auf diese Weise kann man direkt den heißen Tee oder Kaffee einfüllen und mitnehmen, ohne Sorge haben zu müssen, dass es zu Rissen im Glasbehälter kommt.

patentierter Verschluss

Kein Mitdrehen des Glasbehälters dank Torsionsschutz

„Du, sag mal, wenn ich den inneren Glasbehälter zuschraube, und die Kräfte dann groß genug sind, dann kann der sich doch irgendwann mitdrehen. Das kenne ich von anderen ummantelten Glasflaschen wie Emil… da dreht die Glasflasche innerhalb der Schutzhülle durch. Das müssen wir irgenwie verhindern, sodass ein einfaches Auf- und Zuschrauben garantiert ist.“

Deshalb besitzt der Glasbehälter unterhalb des Mundstücks vier nach außen zeigende Nase. Ebenso besitzt der Kunststoffbehälter auf derselben Höhe vier nach innen zeigende Nasen. Zwischen beiden liegt der Kork, in welchen die Nasen greifen. Auf diese Weise bleibt der Glasbehälter immer in fester Position zum Kunststoffbehälter und kann sich beim Auf- oder Zuschrauben nicht mitdrehen.

360 Grad Schutz auch bei punktuellen Belastungen,

„Manchmal ist bei einem Sturz nicht die Kraft das Problem, sondern die Fläche mit der es aufkommt. Das Geniale an der Konstruktionsweise mit dem Kunststoffbehälter ist, dass wir um die Glasflasche herum eine solide und kraftschlüssige Hülle haben. Egal wie die Flasche auf einem Hindernis aufschlägt… der Glasbehälter ist sanft wie ein Baby in den Kork gepackt.

Selbst eine sehr punktuelle Belastung, zum Beispiel ein Aufschlag mit der Breitseite auf einen spitzen Stein oder auf die Kante einer Treppenstufe wird wunderbar abgefangen. Der Kunststoff verteilt  die einwirkenden Kräfte flächig auf den Kork, welcher es wiederum flächig an den Glasbehälter weitergibt. Dadurch wird ein Glasbruch auch bei punktuellen Belastungen super verhindert. Also ohne Zweifel ein Fortschritt… das müssen wir auf jeden Fall so lassen.“

Gewicht wie eine vergleichbare Glasflasche

„Mhh… wird denn das nicht zu schwer? So eine Glasflasche wiegt ja schon einiges…“

Auch wir standen eines Tages vor dieser Frage, die uns an der ganzen Sache zweifeln lies.

Das Glasflaschen schwerer sind als Kunststoffflaschen liegt ja nun mal in ihrer Natur. Dafür bekommt man aber auch höchste Reinheit geboten. Jeder muss halt selbst abwägen, was er will. Gesundheit und sportliche Fitness durch 300g mehr Gewicht, oder eine schleichende gesundheitliche Belastung durch Chemikalien aus Kunststoffen. (Hier ein kleiner Tipp: Trinke einfach mal ein paar Minuten eher 200ml ab und schwups ist sie schon viel leichter *g*. Das Gewicht spielt doch wirklich nur in den ersten Minuten eine Rolle. Danach wird es viel wichtiger, wann du etwas abtrinkst, und ob du wieder mehr eingefüllt hast als du eigentlich schaffst… nur mal so am Rande)

„Egal wie, die Flasche darf insgesamt nicht mehr wiegen als eine vergleichbare Glasflasche! Punkt. Der Kork wiegt ja fast nix, der besteht zu 85% aus Luft. Der Kunststoffbehälter muss schon überall 2mm dick sein, um den Aufprall bei einem 2 Meter Sturz auszuhalten. Bleibt der Glasbehälter… muss der so schwer sein?“

„Nun, die meisten Glasflaschen haben unten einen geraden Boden, da sitzt massig viel Glas das nicht sein muss. Außerdem wird der Behälter dadurch instabil. Was wäre, wenn wir den Glasbehälter unten halbkugelförmig rund machen? Das ist die stabilste Form in der Bauphysik. Es ist wie bei Kellergewölben, Steinbrücken und Domkuppeln. Die Kräfte werden optimal drumherum geleitet.  So können wir bei gleicher Stabilität viel Material und damit an Gewicht sparen.“

„Außerdem sind normale Glasflaschen so dick, dass sie nicht bei jedem kleinsten Stoß gleich zerbrechen. Da wir unseren Glasbehälter aber viel sanfter lagern, können wir auch generell das Glas dünner machen. Du darfst auch nicht vergessen, dass Borosilikatglas etwas leichter und stabiler als normales Glas ist. Mit all diesen Punkten sollte es zu schaffen sein. Ziel ist es das Gewicht der Soulbottle zu unterbieten. Die wiegt bei 600ml Volumen rund 550 Gramm. Auch wenn wir 800ml haben, wir schaffen das noch darunter zu kommen!

800ml Volumen

„600ml wie bei den Emil-Flaschen ist mir echt zu wenig. Das muss mehr sein. Aber auch nicht ein ganzer Liter. Zumindest nicht für die erste Serie.“ Und so wählten wir mit 800ml die goldene Mitte…

Glasdeckel und Naturkautschuk

„Hey – weißt du was wir vergessen haben? Die Innenseite des Deckels für den Glasbehälter – das muss auch kunststofffrei sein! Ich möchte dass die Flüssigkeit zu 100% ohne Kontakt zu Kunststoffen lagert. Kein Kompromiss! Ich will 100% Reinheit!“

Erst wollten wir Kork nehmen, doch dann haben wir festgestellt, dass eine dünne Press-Korkscheibe, wie man sie als Dichtelemente bekommt, auch immer Zusatzstoffe enthält, die sich herauslösen. Dann wollten wir auf Naturkork ausweichen. Dünne Scheiben, welche direkt aus der Rinde geschnitten werden. Diese aber halten nicht dicht genug.

„Dann lass uns doch das nehmen, was wir schon einmal verwendet haben – Glas! Da wissen wir, dass es hoch rein ist, und wir können es uns auch erlauben, da auf den inneren Deckel keine direkten Kräfte einwirken.“

Und so kam es, dass wir einen speziellen Glaskörper entwickelt haben, welcher nur über einen hauchdünnen Spalt Kontakt zwischen der Flüssigkeit und der Naturkautschuk-Dichtung zulässt. Somit schaffen wir etwas Einmaliges auf dem Markt der Glastrinkflaschen: Die Flüssigkeit wird zu 99,99% von Glas umhüllt. Und lagert zu 100% kunststofffrei!

Explosion 80 Prozent Qualität

twinbottles_kitchen

Und wie nennen wir das Ganze jetzt?

Wir haben uns zwar Stück für Stück zusammengereimt, wie die perfekte Trinkflasche aussehen soll… Aber einen Namen hatte wir lange nicht… Bis Matthieu einmal scherzhaft sagte: „TwinBottle!“

„Ach Quatsch -neee, das geht nicht.“ „Warum eigentlich nicht… schau mal…das sind zwei Flaschen in einer… innen Glas und außen Kunststoff. Und, nun ja, wir sind ja auch Zwilinge… Twin´s Bottle quasi… von daher passt der Name doch. Das ist so schön doppeldeutig“