Plastikfrei.org

Als ich Matthieu mit der Thematik involvierte, befasste er sich ausgiebig mit wissenschaftlichen Quellen, welche belegen, dass Kunststoffe und Lebensmittel nicht zusammen gehören. Daraufhin hat er eine eigene Website erstellt: www.plastikfrei.org

Hier die Würze in Kürze.


Das tägliche Gift

  • Kunststoffe brauchen Zusatzstoffe, damit sie die bekannten Eigenschaften bekommen
  • Diese Chemikalien lösen sich mit der Zeit heraus
  • und richten in deinem Körper Chaos an, sie machen schleichend krank und unfruchtbar.
  • Wenn etwas schon nach Kunststoff riecht oder schmeckt, so lösen sich besonders viele Chemikalien heraus.
  • Flüssigkeiten haben eine sehr große Kontaktfläche mit dem Kunststoff.
  • Wärme beschleunigt das Herauslösen der Chemikalien um ein Vielfaches
  • BPA-frei ist eine Verbrauchertäuschung und meist noch schädlicher
  • Bioplastik ist eine Mogelpackung

(Link zum Volltext mit unzähligen Quellennachweisen)


4 einfach Grundsätze

1. Vermeide Flüssigkeiten in Verbindung mit Kunststoffen (Link),
d.h. meide wenn möglich:

  • Getränken aus Kunststoffflaschen oder Kunststoffbechern
  • Mehrweg-Trinkflaschen aus Kunststoff (Verwende Glas- oder Edelstahlflaschen)
  • Mehrweg-Trinkflaschen aus Aluminium (da innen mit Kunststoff beschichtet)
  • feuchte Lebensmittel in Kunststoffverpackungen (Achtung beim Einkaufen)

2. Vermeide Hitze in Verbindung mit Kunststoffen (Link),
d.h. meide wenn möglich:

  • Kunststoff-Wasserkocher, möglichst auch der Deckel ohne Kunststoff
  • Heißgetränke in Kunststoffbechern
  • Heißgetränke in Pappbechern (Kunststoffbeschichtung)
  • warmes Essen auf Kunststofftellern oder -schüsseln
  • warmes Essen in Kunststoffboxen zu lagern
  • Teebeutel und Kochbeutel (Reis, Klöße, Braten) aus Kunststoff
  • Tee-Siebeinsatz aus Kunststoff in einer Glaskanne

3. Vermeide Fette in Verbindung mit Kunststoffen (Link),
d.h. meide wenn möglich:

  • Öle in Kunststoffverpackungen
  • fetthaltige Speisen in Kunststoffverpackungen

4. Meide nicht nur BPA! (Link)
Sei dir stets bewusst: Es gibt keinen gesunden Kunststoff. Kunststoffe sind immer künstliche Stoffe, welche dein Körper nicht kennt und deshalb in ihm Chaos anrichten. Mehr als eine Millionen verschiedene Kunststoffe wurden bereits erfunden und kommen zur Anwendung. Keiner kann sie jemals auf ihre gesundheitlichen Folgen hin überprüfen.

Kennzeichnungen wie PP, PA, PE, PET, SAN sind nur Kunststoffklassen, sie beschreiben aber nicht, welche zusätzlichen Chemikalien enthalten sind. BPA-frei bedeutet, dass andere schädliche Chemikalien im Kunststoff sind, nur eben nicht Bisphenol A. Wenn du absolut sicher gehen willst, meide bestmöglichst Kunststoffe in Verbindung mit Lebensmitteln.

Fazit: Auf einen bewussten Umgang kommt es an!
Man muss es nicht sofort übertreiben. Daher haben wir hier auch nur die wesentlichen Dinge aufgezählt. Salzstangen in einer Kunststoffverpackung werden dich nicht gleich umbringen, da hier wenig Wechselwirkung zwischen dem trockenen Gebäck und der Kunststoffwand stattfindet.

Doch Umdenken lohnt sich – für deine Kinder.
Aber vielleicht magst du auch der Umwelt zu Liebe immer mehr auf Einweg-Kunststoffverpackungen verzichten? Beobachte einmal, wie viel Kunststoff-Müll du alleine in einem Monat produziert. Was passiert, wenn Millionen Menschen so viel Müll erzeugen wie du? Es gibt keinen Vulkan, in welchen wir alles wieder zurück in die Erde kippen können. Müll bleibt Müll. Deutschland ist Spitzenreiter im Verbrauch von Kunststoffen. Und nur ein Bruchteil von dem kann recycelt werden. Unser Müll wird in die ganze Welt verschifft, meist in arme Länder, zum Verwerten oder Endlagern.

Inzwischen gibt es in allen Ozeanen unserer Welt Müllstrudel so groß wie Kontinente. Deine Kinder müssen bald schon in der Schule lernen, dass es 7 + 5 Kontinente gibt. Willst du das wirklich? Was wirst du antworten wenn dein Kind dich fragt: „Mama, Papa – was habt ihr da gemacht?“

Aber dein Kind wird es nicht nur im Schulbuch sehen, sondern hautnah erleben. Besser gesagt unter der Haut. Mikroplastik! All das, was heute im Meer landet, zerkleinert sich und wird von den Fischen gefressen. Feinste Kunststoffpartikel setzten sich in dem Gewebe der Fische ab. Dann fangen wir sie, und essen sie. Die Kunststoffe, welche wir heute ins Meer schmeißen, werden sich in den Körper deiner Kinder und Kindeskinder wiederfinden lassen. Noch viele Generationen später. Ein Kreislauf – ganz nach dem Verursacherprinzip. Alles kommt zurück. Wie ein Bumerang!

Du willst das nicht deinen Kindern und Enkeln antun?

  • Dann „Sei die Veränderung, die du dir für die Welt wünschst!“

    Mahatma Gandhi
Ein paar Anregungen für Veränderung:
  • Setze Kunststoffe nur sinnvoll ein
  • bzw. kaufe nur Produkte die dies tun.
  • Meide Peelings u.a. wo Mikroplastik drin ist
  • Meide tunlichst Einwegverpackungen aus Kunststoff.
  • Baue dein Haus ökologisch.
  • Reduziere den Konsum, das kannst du dir leisten, denn der macht dich ehe nicht glücklich.
  • Kaufe nicht ständig Neues, Gebrauchtes tut es oft auch.
  • Mache nicht mit, nur weil andere es tun.
  • Mache den Mund auf, wenn andere es tun.